Vinzenzkonferenz

Die Vinzenzkonferenz St. Josef – bekannt als VIKO – ist ein kleiner Verein von freiwilligen Helferinnen und Helfern und ist Teil der Schweizerischen Vinzenzkonferenzen.

Sie besteht seit 1923 und stellt sich die Aufgabe, Arme – prioritär auf dem Gebiet unserer Pfarrei – finanziell zu unterstützen. Sie arbeitet eng mit dem Sozialdienst der Pfarrei zusammen. Alle Anfragen und Gesuche werden vertraulich behandelt. Ihren Antrag richten Sie am besten direkt an den pfarreilichen Sozialdienst. Für eine Unterstützung spielen Konfession oder Nationalität keine Rolle. Die Mittel werden aus dem Antoniusopfer sowie aus Spenden und Legaten bezogen.

Falls Sie unsere Arbeit finanziell unterstützen möchten, nehmen wir Ihre Spende auf unser PC 84-6873-3 (Pfarramt St. Josef, Vinzenzkonferenz St. Josef Töss, 8406 Winterthur) gern entgegen!

Was machen wir ausserdem?

Wir gratulieren mit einem Präsent zu runden Geburtstagen ab 70 und besuchen Kranke sowie Personen, die im vergangenen Jahr ihren Lebenspartner verloren haben. Wir bieten auch einen Fahrdienst für den Ökumenischen Mittagstisch an und organisieren die jährliche Weihnachts-Aktion für die Seniorinnen und Senioren.

Ideeller und historischer Hintergrund:

Von Paris bis nach Winterthur

Die Vinzenzkonferenz St. Josef ist Teil der Vinzenzgemeinschaft, beziehungsweise der „Gemeinschaft von St. Vinzenz von Paul“– der grössten ehrenamtlichen Laienorganisation der Welt. Diese wurde vom französischen Jura-Studenten und späteren Wirtschaftsprofessoren Frédéric Ozanam (1813-1853) im Jahre 1833 in Paris gegründet. Der Hauptsitz der Vinzenzgemeinschaft befindet sich noch immer in Paris. Ozanam – ursprünglich jüdischer Herkunft – hatte das Gedankengut des heiligen Vinzenz von Paul (1581–1660) angenommen, der als Reaktion auf die konkret erlebte Not Caritasbruderschaften in den Pfarreien gegründet hatte, in denen Frauen sich organisierten, um Armen und Kranken zu helfen. An der Schwelle des Industriezeitalters erkannte Ozanam die Notwendigkeit einer organisierten Caritas. Alle heute tätigen Vinzenzkonferenzen gehen auf diese Initiative zurück. Die Vinzenzgemeinschaften arbeiten im Sinne christlicher Mitverantwortung für die in Not befindlichen Mitmenschen, aber auch für diejenigen, die in ihrer Einsamkeit und Verlassenheit oft den Sinn des Lebens verloren haben. In der Schweiz wurde die erste Vinzenzkonferenz im Jahre 1846 in Genf gegründet.