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Neues Pfabü zum Thema «Wohnungssuche mit Flüchtlingen»

27.06.2019

Editorial

Für die Männer, Frauen und Kinder, die 2015 zu Hunderttausenden aus den Krisengebieten des Nahen Ostens aufbrachen, war die Flucht Richtung  Europa eine Reise der Hoffnung. Die Holzhäuschen in der Kirche Rosenberg und im Busdepot Deutweg bleiben als Bild der Willkommenskultur in Erinnerung. Weniger bewusst ist, dass zur gleichen Zeit kirchlich engagierte Freiwillige in unserer Stadt einen Verein, VIWO, gegründet haben mit dem Ziel, Flüchtlinge bei der Wohnungssuche zu unterstützen. Die Arbeit von VIWO bildet den Themenschwerpunkt dieses Pfabüs.

Wohnen stellt neben Bildung (Sprache, Schule) und Arbeit das wichtigste Standbein für die gesellschaftliche Integration der Immigranten dar. «Wohnen ist ein Schlüsselelement der Integration», sagt Nicolas Galladé, Vorsteher des Departements Soziales in der Stadt Winterthur; gelinge die Integration in die Gesellschaft nicht, kämen auf lange Sicht hohe soziale Folgekosten auf das Gemeinwesen zu. Wohnen ist ein Menschenrecht. Die meisten Flüchtlinge in Winterthur geniessen als vorläufig Aufgenommene (Status/Ausländerausweis F) ein Bleiberecht, bis die Rückkehr in ihr Heimatland möglich oder zumutbar ist. Vorläufig Aufgenommene sind für die Wohnungssuche grundsätzlich selbst verantwortlich. Da dies in den meisten Fällen nicht realistisch ist, sind Kontaktleute gefragt, die zwischen Vermietern und Wohnunsgsuchenden vermitteln. Exakt in dieser Vermittlerrolle sieht VIWO ihre Funktion, ihre Aufgabe, ihr Engagement.

In seiner Botschaft zum letztjährigen Welttag der Migranten und Flüchtlinge (14. Januar 2018) bringt Papst Franziskus den Auftrag der Kirche gegenüber Asylsuchenden mit vier Verben auf den Punkt: aufnehmen, schützen, fördern, integrieren. «Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten» (Lev 19,34), schreibt Franziskus einleitend und fährt dann fort: «Jeder Fremde, der an unsere Tür klopft, gibt uns eine Gelegenheit zur Begegnung mit Jesus Christus».

Papst Franziskus wird nicht müde, die Achtung von Menschenwürde und Menschenrechten gegenüber den Migranten anzumahnen: etwa auf der italienischen Insel Lampedusa, wohin ihn im Juli 2013 seine allererste Reise im neuen Amt führte.

«Ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen» (Mt 25,35). VIWO vermittelt Flüchtlingen nicht nur Wohnraum, sondern auch Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben in Frieden und Freiheit.

Für die Redaktion

Otto Dudle

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